Restoring Dignity – Frauen auf der Flucht

Die beiden MCI-Studentinnen Stefanie Spielmann (links im Bild) und Katharina Ploner.

Im Rahmen ihres Studiums „Nonprofit- Sozial- und Gesundheitsmanagement“ am Management Center Innsbruck erarbeiteten die beiden Studentinnen Stefanie Spielmann und Katharina Ploner das Praxisprojekt „Restoring Dignity - Frauen auf der Flucht“ in Kooperation mit dem UN Women Nationalkomitee Österreich. Im Wintersemester 2016 beschäftigten sie sich mit den Fragen: „Welche Einrichtungen im Raum Tirol bieten Maßnahmen und Programme zur ökonomischen Stärkung von Flüchtlingsfrauen an? Ist das bestehende Angebot ausreichend?“. 12 Vertreter/-innen verschiedener Tiroler Einrichtungen füllten den Fragebogen aus, was zu folgenden Ergebnissen führte:

Ausbildung und Beruf: Die Befragung machte deutlich, dass das bestehende Angebot an Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten nicht ausreichend ist, v.a. in Bezug auf Sprach- und Computerkurse, aber auch hinsichtlich Arbeitsvermittlungen. Nur wenige Frauen verfügen außerdem über ein geregeltes Einkommen.

Frauenrechte und Bewusstseinsbildung: Hier hat sich gezeigt, dass geflüchtete Frauen unzureichend über Gleichstellung bzw. Gleichbehandlung von Mann und Frau im Zielland informiert sind. Außerdem ist das Angebot an Programmen, die häusliche Gewalt gegenüber Frauen thematisieren, laut der Befragung nicht umfassend genug.

Wohnen und Gesundheit: Es wurde deutlich, dass die Unterstützung bei der Wohnungssuche nicht ausreichend ist und nur wenige Frauen für ihre Wohnkosten eigenständig aufkommen können. Medizinische Leistungen sind ausreichend vorhanden und zugänglich, der physische Gesundheitszustand wird als überwiegend gut, der psychische Gesundheitszustand jedoch als weniger gut bewertet. Die Befragten äußerten in diesem Zusammenhang, dass das Angebot an psychotherapeutischer und sozialpädagogischer Beratung nicht ausreichend sei und erweitert werden sollte.

Frauenrechtsorganisationen in Österreich

Im Wintersemester 2015 war es wieder soweit: drei Studierende des Studiengangs „Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement“ am Management Center Innsbruck (MCI) erarbeiteten ein Projekt in Kooperation mit dem UN Women Nationalkomitee Österreich. Kern der Arbeit war die Erhebung von Frauenrechtsorganisationen in Österreich, mit den Schwerpunktbundesländern Wien und Tirol. 24 Organisationen in Wien und 11 Organisationen in Tirol wurden dabei hinsichtlich ihrer Organisationsstruktur, Mission und Aktivitäten analysiert. Die Ergebnisse geben Einblicke in die Funktionsweise anderer Organisationen und unterstützen das UN Women Nationalkomitee Österreich bei der weiteren Vernetzung, was Synergieeffekte für künftige Kooperationen und Projekte schaffen soll und somit einen gestärkten Auftritt für die Vertretung der Frauenrechte bewirkt.

Projektkurzfassung

Starke Marke "UN Women Nationalkommitee Österreich"

Im Wintersemester 2014 erarbeiteten 4 Studentinnen des Studiengangs „Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement“ am Management Center Innsbruck ein Konzept für das UN Women Nationalkomitee Österreich. Basierend auf Interviews mit Experten und Expertinnen im (Nonprofit-) Marketing wurden Vorschläge für die Weiterentwicklung und verbesserte Außenwirkung des Nationalkomitees erarbeitet. Die Herausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen sowie eine eindeutige Positionierung und einheitliche Öffentlichkeitsarbeit sind dabei Kernelemente.

Frauenförderung in Österreichischen Unternehmen

Unter dem Motto "Frauenförderung in österreichischen Unternehmen" erarbeiteten fünf engagierte Studentinnen des Studiengangs „Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement“ am Management Center Innsbruck ein Projekt in Kooperation mit dem UN Women Nationalkomitee Österreich. 15 Wochen lang beschäftigte sich die Gruppe im Sommersemester 2014 mit der Frage, inwieweit österreichische Unternehmen Maßnahmen zur Förderung von Frauen ergreifen. In einer Online-Umfrage wurden Unternehmen befragt, welche Mitglied des österreichischen UN Global Compact Netzwerks sind und sich somit bereits zu ihrer unternehmerischen Verantwortung bekennen. Von den insgesamt 46 angefragten Wirtschaftsunternehmen beteiligten sich 18 an der Umfrage.

Unternehmen setzen Maßnahmen zur Frauenförderung, weil sie ihre soziale Verantwortung erkannt haben, Effizienz und Effektivität verbessern möchten sowie eine Steigerung der Zufriedenheit und Verbesserung der Personalbindung erreichen möchten. 9 der befragten Unternehmen kennen bereits die von UN Women und UN Global Compact entwickelten Women’s Empowerment Principles (WEP) – 7 Grundsätze zur Förderung von Frauen in Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die befragten Unternehmen vorwiegend klassische Instrumente der Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenbindung sowie -förderung einsetzen. Neben gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen, wie das Abhalten von Mitarbeitergesprächen, zählen Vorträge und Workshops zu Teambuilding und Stressbewältigung zu den meistgenannten Schwerpunkten. Darüber hinaus werden auch Maßnahmen zur Arbeitszeitregelung gesetzt, wie zB. Job Sharing oder flexible Elternteilzeit. Darüber hinaus werden bei der Mehrheit der befragten Unternehmen Löhne/Gehälter aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nach Geschlecht überprüft und analysiert. Die Befragung ergab weiters, dass Maßnahmen zur konkreten Frauenförderung noch sehr zurückhaltend gesetzt werden. Traineeprogramme für Frauen, die Einrichtung eines Betriebskindergartens aber auch spezielle Sensibilisierungsprogramme sind bei einem Großteil der befragten Unternehmen entweder gar nicht oder nur langfristig geplant. Lediglich die Hälfte der befragten Unternehmen konnte bereits eine geschlechtsneutrale Ausdrucksweise in allen Dokumenten etablieren. Hindernisse für die Umsetzung gezielter Maßnahmen stellen laut Umfrage vor allem das mangelnde Interesse der Belegschaft aber auch der Führungskräfte dar, und darüber hinaus fehlende positive Anreize für männliche Mitarbeiter.

Die Ergebnisse der Projektarbeit machen deutlich, dass die befragten österreichischen Unternehmen zwar bereits verschiedene Programme zur Förderung der Belegschaft generell umsetzen, spezielle Maßnahmen zur Frauenförderung jedoch weniger häufig gesetzt werden. Um jedoch das Potenzial der Mitarbeiterinnen voll ausschöpfen zu können, und somit eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Belegschaft zu schaffen, sind weitere Schritte notwendig.

Nonprofit-Organisationen in Zeiten von Web 2.0

Auch im Wintersemester 2013 beschäftigen sich fünf Studierende des Studiengangs "Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement" am Management Center Innsbruck mit der Arbeit des UN Women Nationalkomitees Österreich. Ziel des neuen Projektes war die Erarbeitung von Vorschlägen zur Optimierung des Social Media Auftritts des Nationalkomitees. Das Projekt basierte dabei auf der im Sommersemester 2013 durchgeführten Umfrage sowie einer umfassenden Literaturrecherche und der Durchführung von Interviews mit ExpertInnen aus dem Marketingbereich.

Mitgliederzufriedenheit beim UN Women Nationalkommitee

Das Projekt "Mitgliederzufriedenheit und Mitgliederbindung beim UN Women Nationalkomitee Österreich" wurde im Sommersemester 2013 von fünf Studentinnnen des Studiengangs "Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement" am Management Center Innsbruck durchgeführt. Ziel des Projektes war die Befragung der aktuellen und potenziellen Mitglieder des UN Women Nationalkomitees Österreich. Es wurde erhoben, warum sich unsere Mitglieder für Frauenrechte interessieren und aktiv einsetzen. Außerdem wurden Beweggründe ermittelt, warum sich die Befragten speziell für das Nationalkomitee als Organisation interessieren und was sie sich von dessen Arbeit erwarten. Die Befragung gab Aufschluss darüber, welche Aktivitäten des Nationalkomitees in Anspruch genommen werden (z.B. Homepage, Facebook, Veranstaltungen, usw.) und gab somit auch Impulse für mögliche Verbesserungen.