09.02.2018 17:19

Jaha Dukureh neue Botschafterin gegen FGM

Im Bild: UN Women Goodwill Botschafterin Jaha Dukureh mit Studierenden. (Photo courtesy of Alhagie Manka)

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar stellte UN Women die neue Goodwill Botschafterin Jaha Dukureh vor. Am selben Tag organisierte Jaha Dukureh in der Republik Gambia einen Demonstrationszug gegen Female Genital Mutilation (FGM), den sie auch anführte.

Für den gemeinsamen Marsch konnte die Botschafterin mehr als 1000 Studierende mobilisieren. Unterstützt wurde Jaha Dukureh von verschiedenen Jugendgruppen, dem Gesundheitsministerium, den Medien und der Polizei vor Ort.

Jaha Dukureh war selbst Opfer von FGM und wurde im Alter von 15 Jahren zwangsverheiratet. Mittlerweile ist sie CEO und Gründerin der Organisation „Safe Hands for Girls“. Die Organisation unterstützt Betroffene, mit den lebenslangen körperlichen und psychischen Folgen der Genitalverstümmelung zu leben. Als Aktivistin hat sie durch die Mobilisierung von Jugendlichen und landesweiten Kampagnen bereits zum offiziellen Verbot von FGM in der Republik Gambia beigetragen, das im Jahr 2015 von Präsident Yahya Jammeh ausgesprochen wurde.

Als UN Women Botschafterin wird Jaha Dukureh die Projekte von UN Women gegen FGM und gegen Kinderehen in Afrika unterstützen. Dabei möchte sie vor allem die Jugend mobilisieren.

Weltweit leben derzeit 200 Millionen Opfer von FGM. Allein in Afrika wurden 125 Millionen Mädchen beziehungsweise Frauen bereits vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet.

 

Fakten zu FGM:

  • 44 Millionen der Opfer sind 14 Jahre oder jünger.
  • Zu den Ländern mit den höchsten Anteilen an FGM-Opfern im Alter von 15 bis 49 Jahren gehören Somalia (98 Prozent), Guinea (97 Prozent) und Djibouti (93 Prozent).
  • FGM wird in den meisten Fällen an jungen Mädchen bis zum 15. Lebensjahr durchgeführt.
  • FGM verursacht schwere Blutungen und gesundheitliche Probleme wie Zysten, Infektionen, Infertilität, Komplikationen bei Geburten und ein höheres Risiko der Sterblichkeit von Neugeborenen.
  • FGM ist eine Menschenrechtsverletzung. 
  • Die “Sustainable Development Goals 2015” sehen unter anderem vor, FGM bis zum Jahr 2030 zu beenden.
  • Das Beenden von FGM haben sich Organisationen wie die Afrikanische Union, die Europäische Union, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit sowie die Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Aufgabe gemacht.

 

Weiterführende Links:

http://www.un.org/en/events/femalegenitalmutilationday/

https://www.safehandsforgirls.org

https://twitter.com/phumzileunwomen/status/961043077438824449