10.10.2017 18:35

EmPOWER Girls: Before, during and after crises

Copyright: UN Women

EmPOWER Girls: Before, during and after crises“, „Stärkung von Mädchen und Frauen:  vor, während und nach Krisen“ lautet das Motto des Internationalen Welt-Mädchentages.

Die Stärkung von Frauen und Mädchen ist aktuell auch dringend nötig, sind doch mehr als Dreiviertel aller Flüchtlinge und aus ihrer Heimat vertriebenen Mädchen und Frauen, die zu den verletzlichsten Gruppen zählen. Denn in humanitären Notsituationen steigt das Risiko für Mädchen und Frauen, Opfer von geschlechterbasierter Gewalt, sexueller Ausbeutung oder Kinderehen zu werden.

Ein 2013 erstelltes Gutachten registrierte einen Prozentanstieg bei der Vermählung von syrischen Flüchtlingsmädchen unter 18 Jahren in Jordanien von 17 % vor- auf über 50% nach Ausbruch des Konflikts in Syrien. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Schulabbruchs während Krisenzeiten ist bei Mädchen 2,5 Mal höher als bei Buben.

Um all dem entgegenzuwirken entwickelte UN Women Programme, die Mädchen in Krisenzeiten Stabilität, sowie berufliche Qualifikationen geben und damit beitragen, veraltete und negative Ansichten über berufstätige Frauen abzulegen. So etwa die globale Vorreiter-Initiative von UN WOMEN, die Women’s Leadership, Empowerment, Access and Protection in Crisis Response (LEAP) oder die UN Women Trainings- und Kommunikations Center, wo sich Mädchen treffen und sich gleichzeitig beruflich aus- oder weiterbilden können. Wie Alan und Israa, zwei syrische Mädchen, die im Trainings- und Kommunikations Center in Beirut (Libanon) gelernt haben, kaputte Mobiltelephone zu reparieren.

Auch eine von UN WOMEN betriebene Virtual Skills School wurde nun eingerichtet, die Frauen und Mädchen, die aufgrund von frühen Ehen, frühen Schwangerschaften, körperlichen Beeinträchtigungen, der Flucht und/oder Vertreibung aus ihrer Heimat oder aufgrund von veralteten, traditionalen Vorstellungen aus der Schule ausgeschieden sind, eine zweite Chance auf Bildung ermöglicht.

„Manche sagen, dass sich Mädchen, die zur Schule oder arbeiten gehen, schämen müssten. Das sind alte Konventionen und Gepflogenheiten“, meinen Alan und Israa.

UN WOMEN setzt sich mit aller Kraft dafür ein, solche veraltete Vorstellungen aus der Welt zu schaffen und Frauen und Mädchen zu stärken.

Unterstützen auch Sie die Arbeit von UN WOMEN und fördern Sie Mädchenbildung, damit Mädchen wie Alan und Israa ihre Gemeinschaften wieder aufbauen und somit eine bessere Zukunft für alle gestalten können.

 

Detailliertere Informationen und weiteres Material zum Internationalen Welt-Mädchentag finden Sie hier.