13.04.2018 13:43

Gespräch mit Ministerin Dr.in Bogner-Strauß

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung des VAÖ und UN Women Nationalkomitee Österreich konnten wir Frauen-, Familien- und Jugendministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß zu einem Gespräch empfangen. Dabei wurde eine Vielzahl von Themen angesprochen. Vor mehr als vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern erläuterte Bundesministerin Bogner-Strauß Standpunkte zu ihrer aktuellen Politik.

Die Ziele, die sich die Frauenministerin innerhalb der Legislaturperiode setzt, sind auf eine positive Entwicklung ausgerichtet – wie sie selber anmerkt. Sie ist sich bewusst, dass man die Lohnschere in dieser Zeit nicht zur Gänze schließen wird, will sie jedoch weiter verringern. Auch Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen sind der Ministerin ein Anliegen, wobei sie sich vor allem für die Prävention und den Opferschutz einsetzen will. Besonders hebt Dr. Juliane Bogner-Strauß hervor, wie wichtig die Solidarität unter Frauen sei. Diese möchte sie durch Bewusstseinsschaffung während ihrer Amtszeit stärken. Man habe dasselbe Ziel, nur die Wege seien hin und wieder andere. Als Lösung hierfür sieht sie den Dialog, der über die Parteigrenzen hinweg geführt werden soll. Auf die Frage warum sie das Frauenvolksbegehren nicht unterschreibt meint sie, dass es ihr als Ministerin nicht zustehe, ein Anliegen der Bevölkerung als Politikerin zu vereinnahmen. Als Familienministerin betont sie wiederholt, dass die Wahlfreiheit jeder einzelnen Familie eine besondere Bedeutung habe. Eine Familie solle sich entscheiden können, ob ein Elternteil über längere Zeit zuhause bleibe oder ob beide gleich wieder arbeiten gehen. Dafür werden verschiedene Karenzmodelle angeboten. Kinderbetreuungsangebote sollen weiter ausgebaut werden. Auch der Altersarmut müsse entschieden entgegengetreten werden. Dr. Bogner-Strauß möchte daher die bereits existierende Möglichkeit des freiwilligen Pensionssplittings bekannter machen. Wir freuen uns, dass sich Bundesministerin Dr. Bogner-Strauß mehr als eine Stunde für das Gespräch und die anschließenden Fragen Zeit genommen hat. Die Mitglieder des VAÖ und des UN Women Nationalkomitee Österreich tauschten im Anschluss ihre unterschiedlichen Meinungen zu Quoten, Geschlechtergleichstellung und Pensionsgerechtigkeit in weiteren Gesprächen aus.