11.01.2018 17:58

40 Jahre österreichische Frauenhausbewegung

Vor 40 Jahren, am 1. November 1978, wurde das erste Frauenhaus in Österreich eröffnet ­ wir gratulieren dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser herzlich! 

Frauenhäuser leisten einen bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag und sind nicht mehr wegzudenkende Schutz- und Hilfseinrichtungen für Frauen und deren Kinder.

Vor den 1970er Jahren galt Gewalt gegen Frauen als ein gesellschaftliches Tabuthema – und allzu oft ist es das leider bis heute noch. Nachdem Ende der 1960er Jahre das Problem von Gewalt gegen Frauen in Ehe und Partnerschaft öffentlich thematisiert und somit ein Umdenkprozess eingeleitet wurde, gründeten 1971 von ihren Partnern misshandelte Frauen in London das erste Frauenhaus.

In Österreich erstellte im Herbst 1977 eine Gruppe engagierter junger Sozialarbeiterinnen in Wien ein erstes Konzept zur Errichtung eines Frauenhauses. Mit Unterstützung von Johanna Dohnal, damals Gemeinderätin, wurde im Jänner 1978 der Verein „Soziale Hilfen für gefährdete Frauen und Kinder" ins Leben gerufen. Schließlich eröffnete am 1. November 1978 mit finanzieller Unterstützung des Gemeinderats das erste Frauenhaus Österreichs – und war in kürzester Zeit überfüllt. Die Gründungsdaten aller Österreichischen Frauenhäuser finden Sie hier.

Heute gibt es in Österreich insgesamt 30 Frauenhäuser, davon sind 15 (in Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) im Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser vernetzt. Mehr Informationen finden Sie auf www.aoef.at sowie auf Facebook und Twitter